GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Mon, 02 Aug 2021 23:03:05 +0200 Mon, 02 Aug 2021 23:03:05 +0200 TYPO3 EXT:news news-48 Wed, 14 Jul 2021 09:39:59 +0200 Für einen sicheren Schulstart https://gew-limburg.de/home/details/fuer-einen-sicheren-schulstart GEW Hessen sieht weiteren Handlungsbedarf Pressemitteilungen 12. Juli 2021 Die GEW Hessen begrüßt die von Kultusminister Lorz angekündigten Vorkehrungen für einen sicheren Schulbetrieb nach den Ferien im Grundsatz, sieht allerdings weiteren Handlungsbedarf. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Ausstattung von Klassenzimmern mit Luftfilteranlagen als auch bezüglich der Ausgestaltung des bereits vor mehreren Wochen angekündigten „Aufholpakets“.

Maike Wiedwald, Vorsitzende der GEW Hessen, betonte aus diesem Anlass die Wichtigkeit von möglichst gut abgesichertem Präsenzunterricht: „Die Schülerinnen und Schüler sollten das neue Schuljahr so weit wie möglich im Präsenzunterricht bestreiten können. Die heute angekündigten Maßnahmen für die ersten zwei Unterrichtswochen nach den Sommerferien können dazu beitragen, einen möglichst sicheren Start in das neue Schuljahr trotz Delta-Variante zu ermöglichen.“ Für die ersten beiden Wochen nach den Ferien ist laut einer Pressemitteilung des Kultusministers eine Wiedereinführung der Maskenpflicht während des Unterrichts sowie eine Erhöhung der Testfrequenz auf drei statt zwei Tests pro Woche vorgesehen. „Viele Fachleute halten allerdings eine andere Teststrategie für zielführender. So könnten beispielsweise ,PCR-Lollitests' gegenüber den bisher angewendeten Antigen-Schnelltests zu deutlich zuverlässigeren Ergebnissen führen. Auch für die Kitas sollte diese Möglichkeit überprüft werden“, ergänzte Maike Wiedwald.

Das Land unterstütze laut Kultusminister Lorz die Schulträger auch künftig bei der Anschaffung von Luftfiltern, es stünden aktuell noch 40 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen an Schulen zur Verfügung. „Leider gibt es nach wie vor Schulträger, die sich gegen die Anschaffung von kurzfristig aufstellbaren mobilen Luftfilteranlagen sträuben. Der Bund, das Land und die Schul- und Kitaträger müssen in dieser Angelegenheit endlich an einem Strang ziehen. Niemand der Beteiligten darf sich dabei aus der Verantwortung stehlen!“, so der Appell von Maike Wiedwald.

Darüber hinaus warteten die Schulen bezüglich der Vorbereitung des kommenden Schuljahrs auch auf verbindliche Aussagen, in welcher Form das Bundes-Aufholpaket und das Landesprogramm „Löwenstark – der BildungsKICK“ umgesetzt werden sollen: „Bezüglich des Aufholpakets gibt es bislang außer wohlklingender Ankündigungen noch keinerlei konkrete Anhaltspunkte für die Schulen. Alle möchten nun endlich wissen, mit welchen Möglichkeiten zur gezielten Förderung sie im kommenden Schuljahr rechnen können. Gerade für die Schülerinnen und Schüler, die besonders unter den Einschränkungen der vergangenen Monate gelitten haben, braucht es jetzt mehr und passgenaue Unterstützungsangebote. Diese müssen weit über Feriencamps hinausgehen, wenn sie einen nachhaltigen Erfolg haben sollen.“

Foto: Manfred Jahreis, pixelio.de

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Aktuelles
news-47 Wed, 16 Jun 2021 10:51:25 +0200 GEW bleibt mit großem Abstand stärkste Kraft! https://gew-limburg.de/home/details/gew-bleibt-mit-grossem-abstand-staerkste-kraft Detaillierte Ergebnisse der Personalratswahlen Bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind die anderen Verbände teilweise in unterschiedlichen Konstellationen angetreten. Hier wird das jeweilige Ergebnis daher immer zusammengefasst dargestellt.

Die GEW Hessen verteidigte bei den Personalratswahlen Anfang Mai ihre absolute Mehrheit im Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer und gewann zudem die Mehrheit in allen Gesamtpersonalräten an den staatlichen Schulämtern. Die Personalratswahlen waren im Mai 2020 aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Allerdings waren die Bedingungen 2021 keineswegs günstiger, denn an den Wahltagen am 4. und 5. Mai waren Schulen vielerorts geschlossen und zahlreiche Lehrkräfte an den häuslichen Arbeitsplatz gebunden.

 

erste Zeile: Beamtinnen und Beamte

zweite Zeile: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

GEW

DLH

UL

VBE

Sitze der GEW

(von insgesamt)

Hauptpersonalrat
der Lehrerinnen und Lehrer

61,1

16,9

9,6

12,4

14
(23)

63,3

36,7

Stadt und Landkreis Kassel

73,5

26,5

15
(19)

86,7

13,3

Kreis Hersfeld-Rotenburg
und Werra-Meißner-Kreis

62,1

23,3

14,6

9
(15)

78,0

22,0

Schwalm-Eder-Kreis
und Kreis Waldeck-Frankenberg

62,2

19,6

18,2

12
(17)

86,0

14,0

Landkreis Fulda

50,7

33,4

15,8

8
(15)

65,1

34,8

Landkreis Marburg-Biedenkopf

68,3

19,5

12,3

11
(15)

75,1

24,9

Lahn-Dill-Kreis
und Landkreis Limburg-Weilburg

52,9

16,5

10,9

19,7

11
(21)

68,7

31,3

Landkreis Gießen und Vogelsbergkreis

68,6

11,8

11,8

7,9

14
(19)

65,3

33,4

Hochtaunuskreis und Wetteraukreis

58,7

18,7

9,4

13,2

13
(21)

 

58,1

41,9

Rheingau-Taunus-Kreis
und Stadt Wiesbaden

57,1

23,8

19,1

12
(21)

80,0

20,0

Landkreis Groß-Gerau
und Main-Taunus-Kreis

72,2

16,6

11,2

16
(21)

66,5

33,5

Stadt Frankfurt am Main

75,5

17,1

7,4

17
(23)

76,9

23,1

Landkreis Offenbach
und Stadt Offenbach

51,5

12,9

12,7

22,8

11
(21)

61,2

38,8

Main-Kinzig-Kreis

64,8

18,6

16,6

12
(19)

67,0

33,0

Kreis Darmstadt-Dieburg
und Stadt Darmstadt

62,0

14,1

7,9

16,1

14
(21)

79,6

20,4

Kreis Bergstraße
und Odenwaldkreis

66,4

19,1

14,5

11
(17)

 

Die Wahlbeteiligung von 70,2 Prozent bei den Wahlen zum Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer in der Gruppe der Beamtinnen und Beamten hält die GEW unter den gegebenen Umständen für erfreulich hoch. Sie sieht darin ein starkes Zeichen des Vertrauens in die Arbeit der engagierten GEW-Personalräte auf allen Ebenen. Die Wahlbeteiligung ist zwar im Vergleich zu 2016 zurückgegangen, sie liegt aber deutlich höher als beispielsweise bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2021.

Bei den Wahlen zum Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer wurde die GEW als mit Abstand stärkste Kraft bestätigt. Für die Kandidatinnen und Kandidaten der GEW stimmten 61,1 Prozent der Beamtinnen und Beamten und 63,3 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Auch in der neuen Wahlperiode ist die GEW demnach mit 14 von 23 Mitgliedern als stärkste Fraktion vertreten. Gegenüber dem Ergebnis von 2016 ging der Gesamt-Stimmenanteil der GEW bei den Beamtinnen und Beamten leicht um 2,0 Prozent zurück. Die Pandemie und der Umgang mit dieser dürfte für die Wahlentscheidung eine große Rolle gespielt haben.

Die GEW konnte bei den Wahlen zu einzelnen Gesamtpersonalräten ihren Stimmenanteil ausbauen und verfügt in der neuen Amtszeit damit wieder in allen 15 hessischen Gesamtpersonalräten über die absolute Mehrheit der Sitze – nach fünf Jahren nun auch wieder im Schulamtsbezirk Fulda. Auch bei den Personalratswahlen in der Bildungsverwaltung (Schulämter, Lehrkräfteakademie und Kultusministerium) waren die gemeinsamen Listen von GEW und ver.di erfolgreich. Sie erhielten 48,9 Prozent der Stimmen der Beamtinnen und Beamten und 80,1 Prozent der Angestellten. Im Hauptpersonalrat Verwaltung stellen GEW und ver.di mit fünf von neun Mitgliedern die Mehrheit.

Die GEW bedankt sich bei den ehrenamtlichen Wahlvorständen, die mit außergewöhnlichen Umständen konfrontiert waren und mit großem Sachverstand und Engagement die Durchführung der Wahlen hervorragend gemanagt haben. Darüber hinaus gratuliert sie allen neu gewählten Personalrätinnen und Personalräten an den Schulen, in den Gesamtpersonalräten und in den Hauptpersonalräten.

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Aktuelles
news-46 Mon, 14 Jun 2021 10:18:39 +0200 Kundgebung in Wiesbaden am 16. Juni 2021 https://gew-limburg.de/home/details/kundgebung-in-wiesbaden-am-16-juni-2021 17 Uhr Dern´sches Gelände Sofortiger Stopp aller Abschiebungen aus Hessen! Die Corona-Pandemie hat viele gesellschaftliche Prozesse eingeschränkt - zu groß sind die gesundheitlichen Risiken. Doch abgeschoben wird in Hessen weiterhin. Menschen werden aus unseren Freundeskreisen, Familien, Schulen oder kollegialen Zusammenhängen gerissen, inhaftiert und gewaltsam abgeschoben.

Am Mittwoch, 16. Juni 2021 um 17 Uhr wollen wir unseren Protest gegen diese Politik lautstark vor den hessischen Landtag in Wiesbaden auf das Dernsche Gelände tragen (selbstverständlich unter Einhaltung der Hygienevorschriften).

Es werden vor allem Betroffene aus unterschiedlichen Communities zu Wort kommen, um die hessische Abschiebepolitik anzuprangern. Im Anhang findet ihr den vollständigen Aufruf, den auch die GEW-Hochschulgruppe aus Marburg und unsere Landesvorsitzenden Maike Wiedwald, Birgit Koch und unser stellvertretenden Vorsitzender Tony C. Schwarz mit unterzeichnet haben.

Flyer zur Kundgebung

Foto: Mika Baumeister, unsplash.com

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Aktuelles
news-45 Mon, 17 May 2021 14:47:45 +0200 Personalratswahlen 2021 | Ergebnisse https://gew-limburg.de/home/details/personalratswahlen-2021-ergebnisse GEW Hessen gewinnt PR-Wahlen an Schulen deutlich GEW und ver.di gemeinsam erreichen Mehrheit in Schulverwaltung und an Hochschulen Pressemitteilung 17. Mai 2021 Die Bildungsgewerkschaft GEW verteidigt bei den Personalratswahlen Anfang Mai ihre absolute Mehrheit im Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer und gewinnt zudem die Mehrheit in allen Gesamtpersonalräten an den staatlichen Schulämtern.

Darüber hinaus gewinnt die GEW gemeinsam mit ihrer DGB-Schwestergewerkschaft ver.di auch die Personalratswahlen in der Schulverwaltung und an den Hochschulen.

Die Wahl der Personalräte an den Schulen, in den Schulamtsbezirken und an den Hochschulen waren im Mai 2020 aufgrund der Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Allerdings waren die Bedingungen im Mai 2021 keineswegs günstiger. Birgit Koch, Vorsitzende der GEW Hessen: „An den Wahltagen am 4. und 5. Mai waren Schulen und Hochschulen erneut vielerorts geschlossen und zahlreiche Lehrkräfte und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den häuslichen Arbeitsplatz gebunden.“ Die Wahlbeteiligung von 70,2 Prozent bei den Wahlen zum Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer halte die GEW unter den gegebenen Umständen für erfreulich hoch, wenngleich sie gegenüber den letzten Wahlen im Jahr 2016 zurückgegangen sei. „Wir werten dieses Ergebnis unter schwierigen Bedingungen als starkes Zeichen des Vertrauens in die Arbeit der engagierten GEW-Personalräte auf allen Ebenen“, betonte Birgit Koch. Die Wahlbeteiligung liege damit deutlich höher als beispielsweise bei den Kommunalwahlen im Frühjahr, die ebenfalls unter Pandemiebedingungen stattgefunden haben.

An dieser Stelle bedankt sich die GEW insbesondere bei den ehrenamtlichen Wahlvorständen, die mit außergewöhnlichen Umständen konfrontiert waren und mit großem Sachverstand und Engagement die Durchführung der Wahlen hervorragend gemanagt haben.

Bei den Wahlen zum Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer beim Hessischen Kultusministerium wurde die GEW als mit Abstand stärkste Kraft bestätigt. Für die Kandidatinnen und Kandidaten der GEW stimmten 61,1 Prozent der Beamtinnen und Beamten und 63,3 Prozent der Angestellten. Auch in der neuen Wahlperiode ist die GEW demnach mit 14 von 23 Mitgliedern als stärkste Fraktion vertreten.

Gegenüber dem Ergebnis von 2016 ging der Gesamt-Stimmenanteil der GEW bei den Beamtinnen und Beamten leicht um 2,0 Prozent zurück. Nach Einschätzung von Tony Schwarz, dem stellvertretenden Vorsitzenden der GEW Hessen, spielte die Pandemie für die Wahlentscheidung eine große Rolle: „Da die GEW als die Bildungsgewerkschaft mit ihren Informationen und Stellungnahmen in den Kollegien, in der Öffentlichkeit und in der Presse ständig präsent ist, polarisiert sie natürlich auch.“

Das mehr als dynamische Geschehen mit ständig wechselnden Vorgaben und manchen Zumutungen von kultusministerieller Seite habe auch die gewerkschaftliche Interessenvertretung vor große Herausforderungen gestellt. Die GEW habe sich unterdessen mit ihren Positionen „nie weggeduckt“. Sie habe sich stets gleichermaßen für einen bestmöglichen Gesundheitsschutz für die Kolleginnen und Kollegen sowie für die Schülerinnen und Schüler wie auch für gute Bildung unter Pandemie-Bedingungen eingesetzt.

Dies wurde durchaus honoriert: Die GEW konnte bei den Wahlen zu einzelnen Gesamtpersonalräten ihren Stimmenanteil ausbauen und verfügt in der neuen Amtszeit damit wieder in allen 15 hessischen Gesamtpersonalräten über die absolute Mehrheit der Sitze – nach fünf Jahren nun auch wieder im Schulamtsbezirk Fulda.

Auch bei den Personalratswahlen in der Bil­dungsverwaltung (Schulämter, Lehr­kräfteakademie und Kultusministe­rium) waren die gemeinsamen Listen von GEW und ver.di erfolgreich. Sie erhielten 48,9 Prozent der Stimmen der Beamtinnen und Beamten und 80,1 Prozent der Ange­stellten. Im Hauptpersonalrat Verwal­tung stellen GEW und ver.di so mit fünf von neun Mitgliedern die Mehrheit.

Ebenso erfreulich angesichts der schwierigen Bedingungen waren die Wahlergebnisse in der Wissenschaft, denn an zahlreichen Hochschulen konnte die GEW ihren Stimmenanteil bei den wissenschaftlichen Beschäftigten verbessern. Dieser Trend setzte sich auch bei den Wahlen zum Hauptpersonalrat beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst fort: GEW und ver.di erreichten dort zwei Drittel der Sitze aller Gruppen und konnten damit ihre führende Position ausbauen. Von den neun Sitzen der wissenschaftlichen Mitglieder erlangte die gemeinsame Liste von GEW und ver.di fünf Sitze.

Die GEW bietet den ebenfalls neu gewählten Schulpersonalräten an den rund 2.000 Schulen in Hessen ihre Unterstützung an und hofft, dass auch regelmäßige Treffen bald wieder aufgenommen werden können.

Informationen zu den Schulungsveranstaltungen für neue Personalräte in allen hessischen Regionen:

www.gew-hessen.de/recht/personalraete/schulung-fuer-personalraete-2021

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Aktuelles
news-44 Mon, 10 May 2021 09:33:03 +0200 Neue Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst https://gew-limburg.de/home/details/neue-lehrkraefte-im-vorbereitungsdienst Herzlich willkommen! Aus: HLZ 05/2021 Liebe Kollegin, lieber Kollege!

Können Sie sich noch an Ihren Vorbereitungsdienst, Ihr Referendariat erinnern? Was fällt Ihnen ein: der Nervenkitzel
vor der nächsten Schaustunde, die Kluft zwischen den Ansprüchen der Ausbildung und den schulischen Realitäten,
die Unterstützung durch den Mentor oder die Mentorin oder die Solidarität zwischen den Referendarinnen und Referendaren?

Die neuen Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV), die am 1. Mai 2021 ihren Dienst antreten, werden ähnliche Erfahrungen machen und sind zugleich in der Pandemie mit völlig anderen Herausforderungen und Sorgen konfrontiert. Wann werden sie die erste „richtige Stunde“ in einer „normalen Klasse“ halten? Wann werden Formen des kooperativen Lernens, die in der Ausbildung einen großen Stellenwert haben, wieder praktiziert werden können? Wie realistisch ist ein Unterrichtsversuch, der digital aufgezeichnet wird? Wann werden die Seminarveranstaltungen wieder in Präsenz stattfinden können? Und wann kann ich den Mentor oder die Mentorin im Unterricht erleben?

Referendariat in der Pandemie

Schon länger dabei sind die Referendarinnen und Referendare, die die LiV im Personalrat des Studienseminars für
Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen in Wiesbaden vertreten und sich mit einem Brandbrief an das Kultusministerium und die Lehrkräfteakademie gewandt haben und deren Anliegen wir in Stichworten wiedergeben:

  • Mit Blick auf die lange Phase des Distanzunterrichts wächst unter den LiV des Studienseminars die Befürchtung von Nachteilen im Hinblick auf Minderleistungen und das Nichtbestehen der Zweiten Staatsprüfung.
  • Trotz angekündigtem Wohwollen gibt es LiV, die in der angespannten Situation in eine Modulprüfung geschickt werden oder die Zweite Staatsprüfung nicht bestehen.
  • Der Mangel an Präsenzunterricht führt bei den LiV zu einer extrem geringen Praxiserfahrung. Der Unterricht, der stattfindet, entspricht zumeist nicht den Ausbildungsbedingungen.
  • Viele LiV konnten im ersten Hauptsemester nur zwei Unterrichtsbesuche im herkömmlichen Format durchführen, einige keinen einzigen.
  • Auch in den wichtigen überfachlichen Modulen fanden oft keine Rückmeldungen zur fachpraktischen Ausbildung statt, da alle Bewertungen über Ersatzleistungen erfolgten.
  • Viele LiV gingen mit fünf oder weniger Unterrichtsbesuchen in das Prüfungssemester, obwohl nach der Durchführungsverordnung 14 Besuche vorgesehen sind.
  • Hospitation oder „Doppelsteckungen“ waren ebenso wenig möglich wie regelmäßige kollegiale und bewertungsfreie
  • Rückmeldungen durch die Mentorinnen und Mentoren.
  • Die Fächer Arbeitslehre, Musik, Religion und Sport sind oft ausgefallen. Konkrete Forderungen der LiV sind die Möglichkeit eines zusätzlichen „Freiversuchs“ in der Zweiten Staatsprüfung oder zur Verlängerung des Referendariats um ein weiteres Hauptsemester und die Option, die Staatsprüfung auch als Ersatzleistung im „Corona-FormFormat“ absolvieren zu können.

Die LiV brauchen Ihre Hilfe!

Christina Nickel, Ausbilderin und Mitglied im Vorsitzendenteam des Referats Aus- und Forbildung im GEW-Landesvorstand, hat viele dieser Probleme bereits in der HLZ 4/2021 beschrieben und erläutert, wie die GEW und der Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) die Probleme und Forderungen der LiV aufgreifen und vertreten.
Die wichtigste Hilfe für die neuen LiV in diesen schwierigen Zeiten ist jedoch die Unterstützung vor Ort in jeder Schule, die Unterstützung durch die Schulleitungen, durch die Kollegien, durch die Personalräte und die GEW-Vertrauensleute und ganz besonders durch die Mentorinnen und Mentoren.

Die GEW bittet deshalb alle Kolleginnen und Kollegen:

  • Sprechen Sie die neuen Referendarinnen und Referendare an, die am 1. Mai ihre Arbeit aufnehmen.
  • Bieten Sie Möglichkeiten an, im Unterricht zu hospitieren, soweit dies unter Pandemiebedingungen möglich ist.
  • Helfen Sie den neuen LiV, Kontakte zu Schülergruppen herzustellen, und zeigen Sie Möglichkeiten für pädagogisches Engagement auf.
  • Und nicht zuletzt, informieren Sie die neuen Kolleginnen und Kollegen über die Arbeit der Personalräte und der GEW.

Auch für die GEW-Kreisverbände, die regelmäßig in den Einführungsveranstaltungen der Studienseminare präsent
sind, ist es schwieriger als sonst, Kontakt zu den neuen LiV aufzunehmen.  Deshalb bitten wir alle Kolleginnen
und Kollegen nachzufragen, ob die neue Ausgabe von LiV Spektrum  bei „ihrer“ LiV angekommen ist. Weitere Exemplare können bei den GEW-Kreisverbänden oder in der Landesgeschäftsstelle angefordert werden.

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Aktuelles
news-43 Fri, 23 Apr 2021 10:59:43 +0200 PR-Wahl in der Pandemie: Briefwahl organisieren! https://gew-limburg.de/home/details/pr-wahl-in-der-pandemie-briefwahl-organisieren Gemeinsam für eine hohe Wahlbeteiligung

Die Verschiebung der Wahl um ein Jahr hat nichts daran geändert, dass wahlberechtigte Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte an den Wahltagen

> gar nicht in der Schule sein werden, da die von ihnen unterrichteten Jahrgänge ausschließlich im Distanzunterricht sind, oder

> nur partiell in der Schule sind, da sie zwischen Präsenzunterricht, Wechselunterricht und Distanzunterricht pendeln.

Eine hohe Wahlbeteiligung ist wichtig, denn sie stärkt die Personalräte auf allen Ebenen. Deshalb bitten wir

  • die Wahlvorstände, die Kolleginnen und Kollegen über die Möglichkeit der Briefwahl zu informieren und die Voraussetzungen für eine unbürokratische Handhabung zu schaffen und
  • alle wahlberechtigten Kolleginnen und Kollegen ihr Wahlrecht bei der Präsenzwahl am 4. und 5. Mai oder im Rahmen der Briefwahl zu nutzen.

Was kann jeder einzelne Kollege und jede einzelne Kollegin tun?

Jede und jeder Wahlberechtigte kann beim Wahlvorstand einen formlosen Antrag auf Briefwahl stellen. Dazu reicht eine E-Mail. Dann bekommt man die Briefwahlunterlagen und schickt sie rechtzeitig vor dem 5. Mai zurück an den Wahlvorstand. Man kann sie auch persönlich übergeben.

Was kann der Wahlvorstand tun?

Der Wahlvorstand informiert alle Wahlberechtigten – vorzugsweise per E-Mail oder im Intranet der Schule – über das Recht, einen solchen Antrag zu stellen. Die Schulleitung ist verpflichtet, eine solche Mail an alle Wahlberechtigten weiterzuleiten. Darüber hinaus kann der Wahlvorstand ein Briefwahllokal einrichten. Dazu schreibt er die Wahlberechtigten an und teilt einen Ort und Termin mit, der für viele Kolleginnen und Kollegen passend erscheint.

Musterbrief und Vordrucke auf der GEW-Personalratswahl-Homepage

Direkt zum Text und den Vordrucken zur Briefwahl

Bild: Auszug aus einer Karrikatur von Thomas Plassmann

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Aktuelles
news-42 Wed, 21 Apr 2021 12:12:24 +0200 Aufruf des DGB-KV Limburg zum 1. Mai https://gew-limburg.de/home/details/aufruf-des-dgb-kv-limburg-zum-1-mai GEW-KV Limburg ist dabei. Nähere Informationen erfolgen demnächst.


Ihr möchtet euch mit Videoclips beteiligen. Auf der Seite des DGB findet ihr alle Informationen dazu. Mehr

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Aktuelles
news-41 Mon, 08 Feb 2021 12:53:01 +0100 Die GEW trauert um Karl Ohlemacher https://gew-limburg.de/home/details/die-gew-trauert-um-karl-ohlemacher Karl Ohlemacher ist am 5. Januar 2021 im Alter von 94 Jahren verstorben. Mehr als 70 Jahre war er Mitglied in der GEW und über 20 Jahre Rechtsberater im KV Limburg. Darüber hinaus engagierte er sich lange Zeit als gewähltes Mitglied im Kreispersonalrat der Limburger Schulen.

Nach seiner Ausbildung an einem der hessischen Pädagogischen Institute war er am Beginn seines Berufslebens zunächst als Volksschullehrer in Neesbach, später in Dauborn tätig. 1971 wechselte er an die Grund-, Haupt- und Realschule seines Heimatortes Staffel, wo er in der Nachfolge von Fritz Reisch bis 1987 als Schulleiter wirkte.

In der Stunde null des Bildungswesens in Hessen war Kollege Ohlemacher 1949 Gründungsmitglied des GEW-Kreisverbandes Limburg – unmittelbar, nachdem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft 1948 auf Landesebene gegründet wurde.  

1949 im Kreis Limburg der GEW beizutreten, erforderte Mut. Die Schulaufsicht  erwartete damals, dass Lehrkräfte dem katholischen Lehrer-Verein beitraten. Selbst in den 1970iger Jahren wurde vom damaligen Schulrat Scholz erwartet, dass die neuen apl. Lehrkräfte anderen Lehrerverbänden als der GEW angehörten.

Als Rechtsberater hat Kollege Ohlemacher vor allem in beamtenrechtlichen Fragen erfolgreich beraten. Auf seinen Rat konnte man sich immer verlassen und seiner Unterstützung sicher sein. Geschätzt wurde sein feiner, oft hintergründiger Humor, mit dem er so manch interne GEW-Erörterung konstruktiv bereichern konnte.

Darüber hinaus engagierte er sich lange Zeit als gewähltes Mitglied im Kreispersonalrat der Limburger Schulen.

Nach seiner Ausbildung an einem der hessischen Pädagogischen Institute war er am Beginn seines Berufslebens zunächst als Volksschullehrer in Neesbach, später in Dauborn tätig. 1971 wechselte er an die Grund-, Haupt- und Realschule seines Heimatortes Staffel, wo er in der Nachfolge von Fritz Reisch bis 1987 als Schulleiter wirkte.

Mit seinem Tod verlieren wir einen verdienten Mitstreiter und Zeitzeugen für den Neuaufbau des Schulwesens im Landkreis Limburg. Wir sind dankbar, dass wir das besondere Engagement von Karl Ohlemacher erleben durften und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

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Aktuelles
news-40 Tue, 30 Jun 2020 18:44:57 +0200 Grundschulkinder als Corona-Versuchskaninchen? https://gew-limburg.de/home/details/grundschulkinder-als-corona-versuchskaninchen Presseerklärung zur Ankündigung des Kultusministers über die Rückkehr zum Regelunterricht an Grund- und Förderschulen ab dem 22. Juni Der Kreisvorstand der GEW Limburg reagiert mit vollständigem Unverständnis und Entrüstung auf die Ankündigung von Kultusminister Lorz, dass in den letzten zwei Wochen vor den Sommerferien der Unterricht an den Grundschulen und Grundstufen der Förderschulen wieder im Regelbetrieb stattfinden soll und alle bisher geltenden Abstandsregelungen aufgehoben werden. Die GEW erinnert daran, dass die ersten, zweiten und dritten Klassen gerade einmal seit dem 2. Juni überhaupt wieder in der Schule sind und somit erst seit einigen Tagen an die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln herangeführt werden. Das verlangt von den Lehrkräften großes Einfühlungsvermögen und Hartnäckigkeit. Und jetzt sollen sie von einem Tag auf den anderen in der Schule, in Gruppen von bis zu 25 Kindern, die bis zu 5 Stunden in engen, schlecht belüftbaren Räumen sitzen, nicht mehr gelten? Das ist aus Sicht der GEW Limburg Wasser auf die Mühlen all derer, die alle Vorkehrungen sowieso „für Mumpitz“ halten und untergrabe die Glaubwürdigkeit der Lehrerinnen und Lehrer.

„In den Wind geschossen“ sei auch der enorme Arbeitsaufwand der Schulleitungen und Kollegien, um mit Unterstützung der Schulträger die Räume für kleinere Gruppen herzurichten, Stundenpläne, Aufsichtspläne und Raumpläne nach immer wieder neuen Vorgaben herzurichten, die Eltern zu informieren und um ihr Verständnis für die pandemiebedingten Einschränkungen zu werben. Die GEW Limburg erinnert daran, dass beispielsweise für die vierten Klassen jetzt der vierte Organisations- und Stundenplan geschrieben werden soll. Die Frage, ob das in der Konsequenz wirklich zwei Wochen vor den Ferien notwendig ist, beantwortet die GEW mit einem eindeutigen Nein.

Das Vertrauen in den hessischen Kultusminister und seine Verlässlichkeit sei einmal mehr massiv „zutiefst erschüttert“, denn er habe in dem Erlass vom 7. Mai zur Öffnung der Grundschulen ausdrücklich geschrieben, dass alle Regelungen einschließlich der Vorgaben zu Gruppengrößen und Abstandsregeln „zunächst bis zu den Sommerferien Bestand haben“. Auch seine Zusage, zukünftig die Eltern und die Lehrkräfte rechtzeitig zu informieren und einzubeziehen, sei einmal mehr „keinen Fetzen Papier wert“. Besonders schwerwiegend sei auch der Vorwurf, der in den Grundschulkollegien unmittelbar nach der Ankündigung laut wurde, dass die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Grundschule hier als „Versuchspersonen“ für die Ausbreitung der Epidemie dienen sollen: „Offensichtlich will man auch in Hessen in den wenigen Tagen vor den Ferien Erfahrungen sammeln, wie sich die Aufhebung der Abstandsregeln auswirkt“. Die Ferien dienten dann als „Sicherheitspuffer“. Die GEW Limburg ist sich sicher, dass auch Eltern nur wenig Verständnis für diese Entscheidung haben. Viel wichtiger als die symbolische Öffnung der Schule an zehn Unterrichtstagen sei eine verantwortungsvolle und verlässliche Planung für das nächste Schuljahr, die alle Möglichkeiten berücksichtigt, das heißt sowohl eine weitgehende Rückkehr zum Regelunterricht unter Beachtung von Hygienevorschriften als auch die einer zweiten Welle der Pandemie.

 

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Aktuelles
news-39 Tue, 30 Jun 2020 18:19:33 +0200 GEW-KV Limburg tagt wieder https://gew-limburg.de/home/details/gew-kv-limburg-tagt-wieder Nach drei Monaten Sitzungsstopp wegen Corona geht die Arbeit ab Juni 2020 weiter. Nach Ausbruch der Pandemie mussten die Sitzungstermine für März und April storniert werden; im Mai versuchten die Mitglieder des KV Limburg, eine Online-Sitzung einzuberufen, die aber mit erheblichen technischen Problemen verbunden war, sodass es bis auf eine Presseerklärung zur Krise sowie einige organisatorische Fragen keine grundlegenden Beschlüsse gab.

Erstmals fand deshalb am 29. Juni wieder eine Sitzung unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen statt, diesmal im Garten unserer Seniorenvertreterin Maxi Ritter, wo wir an frischer Luft die vorgeschirebenen Sicherheitsabstände einhalten konnten. Im Mittelpunkt unserer Gespräche stand natürlich die weitere Arbeit unter Corona-Bedingungen. Solange noch strenge Hygienemaßnahmen gelten, können wir keine Sitzungen im Rahmen von "GEW vor Ort" an den Schulen abhalten. In Erwartung neuer Stundenpläne fürs kommende Schuljahr müssen wir auch die Terminplanung noch offen halten; Sitzungen sollen künftig Mittwochs oder Donnerstags stattfinden; der erste Termin ist für Ende August oder Anfang September vorgesehen. Auch suchen wir noch nach geeigneten Sitzungsorten, um den Abstandsgeboten gerecht zu bleiben.

Der KV Limburg hofft sehr, dass der Bezug zum Arbeitsalltag aller Kollegen/innen im Kreis trotz der durch die Pandemie verurusachten eingeschränkten  Kontaktmöglichkeiten nicht verloren geht. Wir wünschen allen In Schulen und Kitas Tätigen eine schöne Sommerzeit und erholsame Ferien.

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